Visualisierung von Zahlen: Das Kreisdiagramm optimal einsetzen

Das Kreisdiagramm ist beliebt. Wenn es in Präsentationen um die Zusammensetzung eines Marktes oder um die Anteile am Gesamtumsatz geht, wird zur Darstellung meist ein Kreisdiagramm (auch: „Tortendiagramm“) gewählt. Doch leider ist diese Form der Datenvisualisierung nicht immer die beste Wahl. Denn wenn sich das Ganze aus mehr als drei Teilen zusammensetzt oder einzelne Bestandteile sehr klein sind, dann kommt das Kreisdiagramm an seine Grenzen: Dem Betrachter wird es schwerfallen, die Aussage dahinter schnell zu erfassen.

Das Kreisdiagramm ist nur dann ein plakatives Schaubild, wenn Sie damit die Größenanteile von nur einem oder maximal zwei Elementen darstellen. Alle restlichen fassen Sie unter „Andere“ zusammen:

Wenn das Publikum die Aussage schnell erfassen soll, dann darf das Kreisdiagramm nur maximal zwei Anteile darstellen. Alle restlichen werden unter „Andere“ zusammengefasst.

Falls Sie mehr als zwei Anteile darstellen müssen, ist ein Kreisdiagramm nur dann sinnvoll, wenn die Größenunterschiede der einzelnen Teile nicht zu weit auseinanderliegen. Prüfen Sie bitte in diesem Fall, ob Sie mit alternativen Diagramm-Typen ein besseres Ergebnis erzielen können.

Kreisdiagramm mit Loch: Ringdiagramm

Das Ringdiagramm ist ein Kreisdiagramm mit einem Loch in der Mitte. Umgangssprachlich wird es „Donut-Chart“ genannt. Auch hier gilt die Obergrenze von maximal zwei Anteilswerten, die Sie damit plakativ und übersichtlich darstellen können.

Tipp: Wenn Sie nur einen Prozentwert prominent präsentieren wollen, dann können Sie den Platz in der Mitte des Ringdiagramms dafür nutzen, die Prozentzahl zusätzlich in großen Ziffern zu zeigen:

Ringdiagramme eignen sich gut für die Darstellung einzelner Prozentwerte.

Verzichten Sie bei Diagrammen grundsätzlich auf eine 3D-Darstellung!

Bitte widerstehen Sie der Versuchung, Ihre Kreisdiagramme in PowerPoint durch eine dreidimensionale Darstellung „aufzupeppen“. Auch wenn der 3D-Look hochwertig wirkt, leidet meist die Verständlichkeit des Schaubilds. Außerdem kann es sein, dass durch die perspektivische Verzerrung die Wahrnehmung der Zahlen, die dem Diagramm zugrunde liegen, ebenfalls verzerrt wird.

Hier ein Beispiel aus dem Blog-Artikel „Verständlich präsentieren – mit dem richtigen Design-Code“:

Zugegeben, der Look ist edel: 3D-Darstellung, glänzende Oberfläche und weicher Schatten. Doch das weiße Segment sieht größer aus als 20 Prozent.

Das dreidimensionale Kreisdiagramm sieht zwar edel aus. Jedoch leidet die Darstellung des hervorgehobenen Prozentwertes: Durch die Perspektive scheint das weiße Segment fast ein Viertel des Kreises auszumachen. Tatsächlich entspricht seine Größe nur einem Fünftel des Ganzen.

Mit einem flachen, zweidimensionalen Kreisdiagramm wird nichts verzerrt:

Die flache, zweidimensionale Darstellung erleichtert das Erfassen des Diagramms: Das weiße Segment ist gut als Anteil von 20 Prozent zu erkennen.

In dieser Variante des Kreisdiagramms kann der Betrachter die Größe des weißen Segments gut abschätzen. Das erleichtert das Verständnis der Aussage, die mit dem Diagramm vermittelt werden soll.

Fazit

Kreisdiagramme sind beliebt und kommen in Präsentationen häufig vor. Jedoch ist darauf zu achten, die Diagramme einfach zu halten, damit sie verständlich bleiben:

  • Nur ein bis zwei Anteile darstellen
  • Restliche Anteile unter „Andere“ zusammenfassen
  • Größenunterschied der Anteile darf nicht zu groß sein
  • Keinen verzerrenden 3D-Look verwenden

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Autor: Peter Claus Lamprecht

Ich bin Präsentationsberater mit ausgeprägter Hassliebe zu PowerPoint. Meine Kunden bringe ich dazu, verständliche Vorträge und überzeugende Präsentationen zu halten, die tatsächlich etwas bewirken. Hier schreibe ich zu den Themen Präsentation, PowerPoint und Wirkung. Mein Ratgeber-Buch PowerPoint und Prezi: Sehr gut präsentieren ist im Oktober 2017 erschienen.

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